Meine Imker-Geschichte

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Mein Name ist Daniel Schimmel. Ich bin 26 Jahre alt und wohne in Gondelsheim bei Bruchsal. Schon sehr früh hat sich meine Leidenschaft für das Imkern herauskristallisiert. So begann ich bereits im Alter von 16 Jahren meine „Imkerlaufbahn“ mit damals zwei Bienenvölkern. Da ich bis zu diesem Zeitpunkt noch Schüler war und mich auf mein Abitur vorbereitete, war das Imkern hauptsächlich ein Hobby für mich.

2015 vertiefte ich meine landwirtschaftlichen Erfahrungen, indem ich bei Gemüsebau Rapp verantwortlich für die Fütterung sowie Kontrolle der dort gehaltenen Rinder war. Des Weiteren war ich für den Gemüse- und Ackerbau zuständig. In dieser intesiven Zeit wurden mir sowohl meine Interessensgebiete als auch meine Fähigkeiten bewusst, weshalb ich mich dazu entschloss, meine Kenntnisse und Fertigkeiten im landwirtschaftlichen Bereich durch ein Studium der Agrarwirtschaftt zu vertiefen und zu professionalisieren.
Im Rahmen meiner Tätigkeit bin ich aktives Mitglied beim „Deutschen Imkerbund e.V“., beim „Landesverband Badischer Imker“ und beim „Imkerverein Bruchsal“.
Im Herbst desselben Jahres begann ich schließlich mein Studium in Nürtingen.
Im Laufe der Zeit habe ich meine Imkerei im Raum Bruchsal enorm ausbauen können. Jedoch ist es nie mein Ziel gewesen, Unmengen an Bienenvölkern zu besitzen, um möglichst viel Honig zu produzieren. Viel mehr habe ich mir zum Lebensziel gesetzt, die Art der Honigbienen als Lebewesen zu erhalten, zu schützen und zu fördern. Denn leider ist es so, dass aufgrund der Varroamilbe, des Klimawandels und der damit einhergehenden Nahrungsknappheit, kaum mehr wildlebende Bienen existieren können. Aus diesem Grund ist es für mich ein ganz persönliches Anliegen, diese unersetzlichen Tiere zu schützen.

Meiner Ansicht nach trägt die moderne Landwirtschaft nicht wesentlich zum Bienensterben bei, wie dies beispielsweise in den Medien publiziert wird. Eine Imkerei kann, meiner Meinung nach, nur dann nachhaltig und natürlich funktionieren, wenn sie eng mit der Landwirtschaft zusammenarbeitet. Zum Beispiel finden die Bienen, wie auch weitere Insekten wertvolle Pollen und Nektar in den vielen Blühstreifen und auch Rapsfeldern der Landwirte. Leider wird die Landwirtschaft häufig als „Sündenbock“ für das Bienensterben benutzt. Ich versuche sozusagen als Bindeglied zwischen Imkerei und Landwirtschaft zu fungieren.

Im Jahr 2018 übernahm ich schließlich die Bärenberg-Imkerei in Altenhasungen, Wolfhagen in Hessen. Somit konnte ich meine Imkerei in Bruchsal um zahlreiche wunderschöne Bienenstände erweitern. Das Imkern stellt seitdem auch meinen Hauptberuf dar.

So findet man bei den Bienenstandplätzen der Bärenbergimkerei auch höchstens 20 Völker pro Standort, sodass eine ständige Nahrungsversorgung gewährleistet ist. Darüber hinaus wird ständig neues Bienennährgehölz gesetzt, wovon nicht nur die Landschaft, sondern auch andere Insekten profitieren. Des Weiteren züchten wir unsere Bienenköniginnen selbst, wodurch wir sicher gehen können, dass unsere Königinnen gesund und leistungsstark sind und wir keine Fremdköniginnen zukaufen zu müssen.

Mein größter Wunsch wäre, dass ich durch meine Arbeit einen kleinen Schritt dazu beitragen kann, Menschen aufzuklären und unsere Honigbienen auf unserer Welt zu schützen und zu fördern.

Liebe Grüße
Daniel Schimmel

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